Buchtipp: Cocoa Design Patterns für Mac und iPhone
25.08.2010 (bl)
Autoren: Erik M. Buck, Donald A. Yacktman
Untertitel: Bewährte Lösungen für häufige Designaufgaben
Verlag: mitp, 2010, 464 Seiten
Preis: 39,95 Euro
ISBN: 978-3-8266-9051-8
Cocoa heißt auf deutsch Kakao und bezeichnet auch eine Sammlung wieder verwendbarer Frameworks, die Objekte und Komponenten enthalten, um unter Mac OS X Anwendungen für den Desktop und mobile Geräte, wie das iPhone zu entwickeln. Design Patterns (Entwurfsmuster) beschreiben bewährte praktische Lösungen für wiederkehrende Programmierprobleme. Sie bilden einen Werkzeugkasten, mit wieder verwendbaren Lösungen und Best Practices, die im Laufe der Jahre in ein prägnantens Format gefasst worden sind.
Das Buch „Cocoa Design Patterns für Mac und iPhone“ erklärt die objektorientierten Design Patterns in den Cocoa-Frameworks. Es will dem Leser damit helfen, die Hintergründe des Cocoa-Designs zu verstehen. Die Autoren, beide arbeiten schon seit Anfang der 1990er-Jahre mit Cocoa, haben dieses Buch für Programmierer geschrieben, die Anwendungen für Mac OS X, iPhone oder iPhone Touch entwickeln wollen. Viele Informationen aus dem Buch lassen sich aber auch auf das Open-Source-Projekt „GNUstep“ anwenden, eine freie, plattformübergreifende Programmierschnittstelle, die für Unix-Betriebsysteme und auch für Microsoft Windows verfügbar ist.
Der Leser sollte zumindest über Grundkenntnisse in der Programmiersprache Objective-C verfügen, um die Implementierung von Cocoa verstehen zu können. Alternativ helfen gute Kenntnisse in C, C++ oder Java.
Das Buch besteht aus fünf Teilen. Der erste beschreibt das „Model View Pattern (MVC)“, quasi die Mutter aller Designpatterns, das schon in den 1970er Jahren in der Programmiersprache Smalltalk eingeführt wurde. Das MVC-Pattern stellt die übergreifende Struktur bereit für Cocoa und die meisten Anwendungen, welche Cocoa verwenden.
Anschließend stellen die Autoren zehn grundlegende Patterns vor, vom Two-Stage-Creation-Pattern über anonyme Typen, heterogene Containter, Enumeratoren bis zum Copying-Pattern. Gefolgt von Entwurfsmustern, die dabei helfen, unnötige Kopplungen von Objekten zu vermeiden, wie beispielsweise das Singleton-Pattern oder Delegaten.
Der vierte Abschnitt erklärt Patterns zu Kontrolle der Komplexität, wodurch sich Implementierungsdetails verbergen lassen, damit sich der Programmierer auf die Kernprobleme konzentrieren kann. Beispiele hierfür sind das Bundles-Pattern oder Manager-Klassen. Der letzte Teil bringt praktische Werkzeuge für die Anwendungen von Patterns.
Das Buch kommt im Softcover und ist übersichtlich aufgebaut. Anmerkungen und die gelegentlich mehrseitigen Listings sind durch graue Kästen hervorgehoben. Hin und wieder werden die Inhalte durch Diagramme oder Bildschirmfotos anschaulich gemacht.
Der Anhang listet die Internetlinks zu Cocoa-Dokumentation von Apple und verweist auf Bücher sowie andere Quellen zum Thema. Ein sechs Seiten starkes Stichwortverzeichnis hilft, gesuchte Inhalte schnell aufzufinden. Der Quellcode aller Beispiele ist auf der Internetseite zum Buch zum kostenlosen Download verfügbar. [bl]
RSS-Feed
